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Zetel gestaltet den demografischen Wandel - Vertiefung und Erarbeitung der zentralen Handlungsbereiche aus den Arbeitsgruppen

Mittwoch, 27. Januar 2010

Die einzelnen Arbeitsgruppen haben sich am 23. und 24. November 2009 zu der zweiten Besprechung zusammengefunden. Ziel dieser Runden war es, die wesentlichen Handlungsbereiche aus den vorhergehenden Sitzungen der Arbeitsgruppen zu vertiefen und erste Handlungsansätze zu diskutieren.

In allen 4 Arbeitsgruppen wurde das Thema einer generationsübergreifenden Begegnungsstätte besprochen. Dabei kamen die unterschiedlichsten Ansätze, wie sie aus den „Fachgruppen“ folgerichtig zu erwarten waren, zum Ausdruck. Dieses Thema wird auch weiterhin mit hoher Priorität als zentrales Leitprojekt verfolgt werden. Zunächst soll aber seitens der politischen Gremien und der Verwaltung der Gemeinde Zetel über den finanziellen Rahmen und die mögliche Nutzung vorhandener Gebäude oder Räume im Ortskern oder angrenzenden Bereich beraten werden. Dieses soll möglichst zeitnah geschehen und anschließend erneut in einer möglicherweise hierfür zu gründenden Arbeitsgruppe mit Vertretern der bereits vorhandenen Arbeitsgruppen vertieft werden. Es ist aber bereits erkennbar, dass dieses Projekt nur vollzogen werden kann, wenn sich private Akteure, Vereine oder Investitionen daran beteiligen.

Nach dem überwältigen Rücklauf der Befragung Zeteler Jugendlicher und der damit gewonnenen Erkenntnisse soll jetzt geprüft werden, ob derartige Fragebogenaktionen auch für andere Personengruppen Erfolg versprechend sein könnten. Dabei soll insbesondere die Gruppe der Senioren angesprochen werden.

In allen Arbeitsgruppen wurde erkannt, dass die Mobilität, besonders in den Außenbereichen, nicht als befriedigend angesehen werden kann. Um die außenliegenden Wohnbereiche stärker an die zentralen Orte in Zetel und Neuenburg und damit auch an das Netz des öffentlichen Personennahverkehrs anbinden zu können, wird über die Einrichtung eines so genannten „Bürgerbusses“ nachgedacht. Derartige Angebote finden sich bereits in anderen Gemeinden, wo sie von Vereinen erfolgreich betrieben werden. Mit dem „Bürgerbus“ soll die Bevölkerung in den Randbereichen, die von dem Netz des öffentlichen Personennahverkehrs nicht erfasst wird, in gesonderter Weise eingebunden und so indirekt an das Netz des öffentlichen Personennahverkehrs, aber auch an die Hauptorte in Zetel und Neuenburg mit den Verkaufseinrichtungen, Ärzten, Banken usw. angebunden werden. Hierzu wurden verwaltungsseitig erste Kontakte zu einem Verein, der das Projekt „Bürgerbus“ bereits seit mehreren Jahren erfolgreich betreibt, aufgenommen, um aus deren Erfahrungen beurteilen zu können, ob sich dieses Konzept auch in der Gemeinde Zetel realisieren lässt.

Neben der Schaffung von generationsübergreifenden kulturellen Angeboten soll die Vernetzung der Kultur- und Freizeitakteure vorangetrieben werden, um so eine bessere Transparenz in das vielseitige Angebot bringen zu können.

Die Begrüßung der Neubürger, wie sie in Zetel seit kurzem realisiert wurde, kann in vorliegender Form nicht weiter verfolgt werden, da die Zahl der zu Begrüßenden deutlich zu hoch ist. Hier ist zu prüfen, ob die generell als sehr positiv angesehene Begrüßung in kürzerem Rahmen erfolgen kann. Das lässt sich allerdings nur mit Hilfe ehrenamtlicher Akteure umsetzen.

Das Betreuungsangebot und die soziale Infrastruktur für Kinder, Familien und Senioren soll in der Gemeinde Zetel verbessert werden. Da aufgrund der finanziellen Situation jedoch ausreichende Mittel seitens der öffentlichen Hand nicht zur Verfügung stehen werden, muss hier auf ehrenamtliches Engagement zurückgegriffen werden. Die Einrichtung einer „Ehrenamtsbörse/-zentrale“ wäre dazu ein Hilfsmittel.

Die heimische Wirtschaft und die Jugendlichen, die kurz vor dem Schulabschluss stehen, müssen näher zusammengebracht werden. Dazu könnten Jobmessen an der Haupt- und Realschule ebenso beitragen, wie die Unterstützung der Jugendlichen vom Schul- in das Berufsleben durch die Einrichtung von Patenschaften. Eine intensivere Zusammenarbeit der Betriebe und Gewerbevereine wird ebenfalls angestrebt, um daraus möglicherweise anbieterübergreifende Angebotspakete entwickeln zu können.

Die Mitglieder der Arbeitsgruppe sind sich darüber einig, dass im Wohnungsbau keine Neubauten größerer Anzahl mehr zu erwarten sind. Vielmehr werden die vorhandenen Immobilien entweder altersgerecht umgebaut oder nach modernen Gesichtspunkten saniert. Ein einzurichtendes Netzwerk „Zeteler Umbauexperten“, in dem sich Zeteler Betriebe verschiedener Fachrichtungen zusammen schließen, könnte zielführend sein, um potenzielle Investoren anzulocken, die dann die gesamten Umbaumaßnahmen in einer Hand mit Profis aus der Baubranche wissen. Der Bereich des altengerechten Wohnens wird weiter ausgebaut werden müssen. Hierzu sind Bauflächen zu eruieren, die nur wenige Gehminuten von den Ortskernen entfernt liegen dürfen.

Weitere Infos zur Gestaltung des demografischen Wandels in Zetel finden Sie hier: