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Schloss Neuenburg

Das Neuenburger Schloss - sagenumwoben  und funktional

Das Schloss steht seit 1462 an seinem Platz und gab wohl dem Dorf Neuenburg seinen Namen: Der Oldenburger Graf Gerd der Mutige begründete die "Neue Burg" zum Schutz gegen die streitlustigen Ostfriesen und als Sommerresidenz, die lange Zeit von den Oldenburger Grafen und den Witwen genutzt wurde.

Nach 1700 hatte das Landgericht hier sein Domizil, später waren hier verschiedene Lehranstalten untergebracht: Zunächst eine Ackerbauschule, später wurden Lehrerinnen ausgebildet und schließlich Landfrauen. In Kriegszeiten diente das Neuenburger Schloss als Lazarett.

Trau und Sitzungssaal mit Cafeteria

Heute befindet sich das Gebäude in kommunaler Hand und beherbergt unter anderem einen Kindergarten. Ein anderer Teil des der Öffentlichkeit zugänglichen Schlossinneren wurde vor zwei Jahren grundlegend renoviert beziehungsweise restauriert. Der Trau- und gleichzeitige Sitzungssaal des Zeteler Gemeinderates erhielt zeitgemäßes "Outfit". Neu ist auch eine angrenzende Cafeteria. Somit kann der Trau- und Sitzungssaal nun vielfältig genutzt werden.

Vogelkundliche Ausstellung im Schloss Neuenburg

Grundlage der Ausstellung sind zwei Sammlungen, nämlich die Vogelpräparatesammlung (rd. 100 Arten) des Hauptlehrers Heinrich Voigt und die Vogeleiersammlung (rd. 200 Arten) des Malermeisters Wolfgang Reinicke (weitere Informationen über die beiden Sammler finden Sie im Ausstellungsraum).

Für die Vogeleier bzw. Gelege liegen uns handschriftliche Aufzeichnungen über den Fundort und das Funddatum vor. Aufgrund des besonderen Wertes und des Umfanges der Vogeleiersammlung liegt das Schwergewicht der Ausstellung, die noch weiter ergänzt und vervollkommnet werden soll, auf dem Thema "Vogelei".

Ein besonderes Anliegen ist es, die Schönheit und Vielfalt der Formen, Größen und Farben der Vogeleier zum Ausdruck zu bringen. Daneben soll in den Tischvitrinen auf besondere Erscheinungen, wie z.B. Anpassungsaspekte (wie u.a. beim Kuckuck) aufmerksam gemacht werden.

In Zusammenarbeit mit dem Ornithologen Hans-Rudolf Henneberg wird auf einer Wanderkarte gezeigt, wo die letzten Störche unserer Heimat brüten. Die Ausstellung lenkt die Aufmerksamkeit nur auf einen Teilbereich unserer Natur. Die auffallende Verringerung der Anzahl vieler Vogelarten in den letzten Jahrzehnten (denken wir als Beispiel einmal an die Rebhühner) ist auf die Schädigung bzw. Vernichtung der Lebensräume durch die Eingriffe des Menschen zurückzuführen. Es darf uns daher nicht allein um die Erhaltung der Vogelwelt gehen, sondern um die Bewahrung und Sanierung der letzten Reste von Natur- und Kulturlandschaft überhaupt.

Die Kapelle

Kunstvoll Geschnitztes hängt in der kleinen Schlosskapelle des schmucken Neuenburger Schlosses. Diese Arbeiten, die sieben Taten der Barmherzigkeit aus dem Matthäus-Evangelium darstellend, stammen von dem Künstler Martin Böttcher aus Münster.

Ein junger Pfarrer ist seit Ende 2000 "Hausherr" der kleinen "Schlosskirche" und erweckt sie durch seine engagierte Familien- und Jugendarbeit zu neuem Leben. Weiterhin bildet die Kapelle dann und wann den Rahmen für ein Konzert.

Der Park

Im kleinen Park des Schlosses findet der Besucher Kunstwerke - Skulpturen und Plastiken, die verschiedene Künstler während der Neuenburger Kunstwochen schufen. Da ist zum Beispiel der “Tempel” zu sehen; die Schmiede, das Gehörn und die Viehtränke bilden gemeinsam die freie künstlerische Interpretation einer Vorburg; die Kopfgestalt und - auf einer Tontafel als Kernstück - die einstige Schlossanlage. Zu betrachten ist auch ein hölzernes Gebilde auf dem Rasen: ein großer hölzerner Ball mit Zacken daran, einer schweren Eisenkette und einem langen Holz. Dies ist die künstlerische, überdimensionale Darstellung eines “Bammel”, besser bekannt unter dem Namen “ Morgenstern”. Er wurde seinerzeit als Waffe am Handgelenk getragen und dem Feind entgegengeschleudert. “ Dass Euch der Bammel schlag”, war ein warnender Drohspruch des Oldenburger Grafen Gerd des Mutigen, der gegen die Ostfriesen zu Felde zog, weil sie ihm seinen Grund und Boden streitig machen wollten.

© Friesländer Bote, Varel

Das Heimatmuseum

Auffallen wird dem Besucher im Schlossgarten ein durch ein Tor abgegrenztes Gelände. Hier steht das Heimatmuseum mit der über 300-jährigen Rauchkate einer Variante des alten niedersächsischen Bauernhauses. Die Rauchkate, war bis in die 60er Jahre noch bewohnt und wird an ihrem jetzigen Standort vervollständigt durch die Bischüür, die Wagenremise, die Friesenscheune, den Backofen, den Brunnen und einen Teich. Das Gelände liegt meistens beschaulich da – doch bei Gelegenheit finden hier auch Veranstaltungen statt. Zum Beispiel der kleine Weihnachtsmarkt im Dezember und die beliebten Teeabende in der Sommersaison. Außerdem bildete das Rauchkaten-Gelände schon zweimal das ideale Umfeld für einen mittelalterlichen Markt.

 

Angebote des Heimatvereins Neuenburg:

Heimatverein Neuenburg
Friedeburgerstrasse 12
26340 Zetel-Neuenburg
Tel: 04452/7135

www.heimatverein-neuenburg.de

Heimatmuseum Rauchkarte Niedersächsisches Bauernhaus

  • etwa 400 Jahre alt
  • mit zwei Scheunen, einem Backhaus und Ziehbrunnen
  • Ausstellung bäuerlicher Geräte aus Haus- und Landwirtschaft

Ausstellungsräume im Schloss

  • Vogelkundliche Sammlung
    rund 100 heimische Vogelarten und 200 Vogelgelege
  • Heimatkundliche Ausstellung
    frühgeschichtliche Funde, Kunsthandwerk mit Möbeln, Zinn und Keramik

Führungen nach Anmeldung in Rauchkate und Schloss

Hermann Gerdes Tel. 04452/223.

 

Moorwanderungen im Spolsener Moor

In das Naturschutzgebiet "Spolsener Moor".
Für Gruppen ganzjährig nach Vereinbarung.
Ulrich Fischer Tel:04452/948932  oder 1301

Backtage an jedem ersten Sonntag im Monat von Mai bis September ab jeweils 13:00 Uhr

http://www.heimatverein-neuenburg.de