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Anerkennung, Erweiterung der Anerkennung, Anerkennung einer Zweitniederlassung und Überprüfung der Anerkennungsvoraussetzungen von Prüf-, Überwachungs- oder Zertifizierungsstellen (PÜZ-Stellen) nach Landesbauordnung

Allgemeine Informationen

Die Herstellung/Verwendung von Bauprodukten sowie die Herstellung/Anwendung von Bauarten, welche eine außergewöhnliche Sachkunde und Erfahrung der damit betrauten Personen erfordern, müssen einer Prüfung, Zertifizierung und/oder Überwachung unterzogen werden. Das Betreiben einer solchen Prüf-, Überwachungs- und Zertifizierungsstelle bedarf der Anerkennung durch die zuständige Stelle.

Die Verwaltungsleistungen umfassen

  • Anerkennung,
  • Erweiterung der Anerkennung,
  • Anerkennung einer Zweitniederlassung und
  • Überprüfung der Anerkennungsvoraussetzungen

von Prüf-, Überwachungs- oder Zertifizierungsstellen (PÜZ-Stellen).

An wen muss ich mich wenden?

Die Zuständigkeit liegt bei der obersten Bauaufsichtsbehörde im Niedersächsischen Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz.

Dieses Verfahren kann auch über einen Einheitlichen Ansprechpartner abgewickelt werden. Bei dem Einheitlichen Ansprechpartner handelt es sich um ein besonderes Serviceangebot der Kommunen und des Landes für Dienstleistungserbringer.

Welche Unterlagen werden benötigt?

Die Anerkennung ist mit folgenden Unterlagen zu beantragen:

1. Angabe der Tätigkeit, auf die sich die Anerkennung erstrecken soll,

2. Angaben zum Bauprodukt und zur Bauart, für die eine Anerkennung beantragt wird; dabei kann auf bekanntgemachte technische Regeln Bezug genommen werden,

3. Angaben zu den mit der hauptberuflichen Leitung betrauten Personen, deren Geburtsdatum und Qualifikation, sowie zum leitenden und sachbearbeitenden Personal und deren Berufserfahrung,

4. Angaben über wirtschaftliche und rechtliche Verbindungen der Antragstellenden, der hauptberuflich leitenden Personen und der Beschäftigten zu einzelnen Herstellern,

5. Angaben zu den Räumlichkeiten und zur technischen Ausstattung,

6. Angaben zu Unterauftragnehmern,

7. einschlägige Zulassungen und Akkreditierungen aus anderen Staaten.

Welche Gebühren fallen an?

Es fallen Gebühren gemäß Anlage 1 (zu den §§ 1 und 2 Abs. 1) Nrn. 11.9, 11.10, 11.11, 11.12 der Niedersächsischen Baugebührenordnung (BauGO) nach Zeitaufwand an.

Welche Fristen muss ich beachten?

Über den Antrag auf Anerkennung ist innerhalb von drei Monaten nach Vorlage der vollständigen Unterlagen und Angaben sowie dem Abschluss der Überprüfungen und Vergleichsuntersuchungen zu entscheiden. Im Übrigen findet § 42 a des Verwaltungsverfahrensgesetzes Anwendung.

Sind der Antrag, die Unterlagen oder die Angaben unvollständig oder weisen sie sonst einen erheblichen Mangel auf und wird der Mangel innerhalb einer von der Anerkennungsbehörde bestimmten Frist nicht beseitigt, so gilt der Antrag als zurückgenommen.

Rechtsbehelf

Klage beim zuständigen Verwaltungsgericht

Gegen den Bescheid kann innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe Klage beim zuständigen Verwaltungsgericht am Sitz des Antragstellers erhoben werden. Die Klage ist gegen das Niedersächsische Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz zu richten.

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