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Artenschutz

Ansprechpartner/in beim Landkreis Friesland
Herr J. Eden
Amt / Bereich
Fachbereich Umwelt
Kreisamt, Zimmer 505 // 3. OG
Lindenallee 1
26441 Jever
Telefon: 04461 919-5050
Telefax: 04461 919-7761
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Herr D. Sies
Kreisamt, Zimmer 508 // 3. OG
Lindenallee 1
26441 Jever
Telefon: 04461 919-5080
Telefax: 04461 919-7710
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Allgemeine Informationen

Ziel und Aufgabe des Artenschutzes sind der Erhalt der gesetzlich geschützten Tier- und Pflanzenarten sowie der Schutz ihrer Lebensstätten und Biotope. Jede Handlung, die zu einer Beeinträchtigung, Beunruhigung oder Zerstörung der vorgenannten Schutzgüter führt, ist nach dem Gesetz über Naturschutz und Landschaftspflege (BNatSchG) verboten.

Von diesen Verboten kann auf Antrag eine Befreiung gewährt werden, wenn dies aus Gründen des überwiegenden öffentlichen (einschließlich sozialen oder wirtschaftlichen) Interesses notwendig ist oder die Durchführung der Vorschrift im Einzelfall zu einer nicht beabsichtigten Härte führen würde und die Abweichung mit den Belangen von Naturschutz und Landschaftspflege vereinbar ist.

Die Erteilung von artenschutzrechtlichen Ausnahmegenehmigungen und Befreiungen von artenschutzrechtlichen Bestimmungen betrifft

1. im Zusammenhang mit besonders geschützten Arten

  • Fang-, Tötungs- und Besitzverbote
  • die Haltung von und der Handel mit Exemplaren besonders geschützter Arten
  • die Kennzeichnung von Exemplaren besonders geschützter Arten

2. im Zusammenhang mit nicht besonders geschützten Arten

  • die Genehmigung zum gewerblichen Sammeln wild wachsender Pflanzen und wild lebender Tiere, soweit nicht das Jagd- oder Fischereirecht vorgeht 

Artenschutz

Ziel und Aufgabe des Artenschutzes sind der Erhalt der gesetzlich geschützten Tier- und Pflanzenarten sowie der Schutz ihrer Lebensstätten und Biotope.

  • Jede Handlung, die zu einer Beeinträchtigung, Beunruhigung oder Zerstörung der vorgenannten Schutzgüter führt, ist nach dem Gesetz über Naturschutz und Landschaftspflege (BNatSchG) verboten.

Von diesen Verboten kann auf Antrag eine Befreiung gewährt werden, wenn dies aus Gründen des überwiegenden öffentlichen (einschließlich sozialen oder wirtschaftlichen) Interesses notwendig ist, oder die Durchführung der Vorschrift im Einzelfall zu einer nicht beabsichtigten Härte führen würde und die Abweichung den Belangen von Naturschutz und Landschaftspflege vereinbar ist.

Die Erteilung dieser Befreiung betrifft:

  1. Im Zusammenhang mit besonders geschützten Arten
    • Fang-, Tötungs- und Besitzverbote
    • Die Haltung von und der Handel mit Exemplaren besonders geschützter Arten
    • Die Kennzeichnung von Exemplaren besonders geschützter Arten
  1. Im Zusammenhang mit nicht besonders geschützten Arten
    • Die Genehmigung zum gewerblichen Sammeln wild wachsender Pflanzen und wild lebender Tiere, soweit nicht das Jagd- oder Fischereirecht vorgeht

Im März 2010 ist das neue Bundesnaturschutzgesetz in Kraft getreten. Neben einer ganzen Reihe von Änderungen im Naturschutzrecht haben sich auch die Bestimmungen zum allgemeinen Schutz von Lebensräumen geändert und es gibt eine Neuregelung zum Umgang mit Röhrichten bei der Gewässerunterhaltung. Da gerade unsere Marsch mit einer Vielzahl von Schilfgräben durchzogen wird, soll auf die neuen Bestimmungen hingewiesen werden.

Die Unterhaltung von Gewässern II. Ordnung liegt in der Zuständigkeit der Wasser- und Bodenverbände. Hierzu gehören im Landkreis Friesland unter anderem die Sielacht Wangerland oder die Sielacht Bockhorn-Friedeburg.

Für die Unterhaltung der Gewässer III. Ordnung, landläufig als Parzellengräben bezeichnet, sind die Anlieger und damit die Grundstückseigentümern verantwortlich. Zur Gewässerunterhaltung gehören alle Arbeiten, die einen ordnungsgemäßen Wasserabfluss sicherstellen. Auch die Erhaltung der Ufer oder die Erhaltung und Förderung der Funktionen von Gewässern als Lebensraum für Tieren und Pflanzen zählen dazu.

Die entscheidende Bestimmung zu den Röhrichten im neuen Bundesnaturschutzgesetz bestimmt, dass sie in der Zeit vom 01. März bis zum 30. September nicht zurückgeschnitten werden dürfen. Mit anderen Worten: Gewässerunterhaltung an Gräben mit Röhricht ist in dieser Zeit nicht zulässig. Außerhalb dieser Zeit, in den Herbst und Wintermonaten, dürfen Röhrichte nur in Abschnitten zurückgeschnitten werden, die Gewässerunterhaltung muss daher abschnittsweise durchgeführt werden.

Die neue Vorschrift soll sicherstellen, dass Lebens- und Rückzugsräume für Pflanzen und Tiere erhalten werden, die auf den Lebensraum Röhricht angewiesen sind. Röhrichte werden z.B. von der Rohrammer oder den Rohrsängerarten als Nistplätze genutzt. Viele Schilfbewohner unter den Vögel benötigen Altschilf zum Nestbau. Damit wird deutlich, welche Absicht die neue Bestimmung im Naturschutzrecht verfolgt: Erhaltung der Vernetzung von Lebensräumen und die Erhaltung von ganz unterschiedlich strukturierten Röhrichtbeständen. Daher sollten die Abschnitte bei der Unterhaltung so gewählt werden, dass ausreichende Mengen Altschilf erhalten bleiben.

Der Einsatz von Grabenfräsen bei der Unterhalten von Gräben die ständig Wasser führen ist verboten, wenn „dadurch der Naturhaushalt, insbesondere die Tierwelt erheblich beeinträchtigt wird." Davon ist auszugehen, wenn Gewässer Laichplätze für Amphibienarten wie Frösche, Kröten oder Molche sind. Besser ist, auf den Einsatz von Grabenfräsen ganz zu verzichten.

Für weitere Auskünfte stehen die Naturschutz- und Wasserbehörde des Landkreises Friesland gerne zur Verfügung.

Haltung

Wer Wirbeltiere der besonders geschützten Art hält, muss von Beginn der Haltung an Zu- und Abgängen melden.

Zu den besonders geschützten Tieren gehören z.B. Affen, Papageien, Landschildkröten und Riesenschlangen, aber auch verschiedene Echsenarten wie beispielsweise Taggeckos und Chamäleons. Darüber hinaus zählen auch alle europäischen Vogelarten dazu.


Vermarktungsgenehmigung

Eine Reihe von Tieren und Pflanzen der besonders geschützten Arten benötigen für einen Verkauf (auch Tausch) oder jede sonstige entgeltliche Nutzung eine Vermarktungsgenehmigung.

Dies gilt für:

  • Tiere und naturentnommene Pflanzen der Arten des Anhanges A der Verordnung (EG) Nr. 338/97 über den Schutz von Exemplaren wildlebender Tier- und Pflanzenarten durch Überwachung des Handels,
  • naturentnommene Tiere und Pflanzen der Arten des Anhanges IV der Richtline 92/43/EWG zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen,
  • naturentnommene Vögel der europäischen Arten,
  • naturentnommene Tiere und Pflanzen der nach Anlage 1 der Verordnung zum Schutz wild lebender Tier- und Pflanzenarten (BArtSchV) streng geschützen Arten.

Im Landkreis Friesland existiert seit dem Jahr 2001 die Betreuergruppe für Hautflügler. Die Gruppe befasst sich mit der Betreuung der Bevölkerung zum Thema Hornissen, Wespen, Bienen und Hummeln. Sie stehen, insbesondere im Frühsommer bzw. den Sommermonaten, den zahlreich anrufenden Bürgern mit Rat und Hilfe zur Seite.

Gruppenbild der Betreuergruppe für Hornissen & Wespen im Mai 2012Die Betreuergruppe des Landkreises Friesland© Landkreis Friesland

Um die Öffentlichkeitsarbeit weiter zu intensivieren, wurde zudem ein Faltblatt erstellt, welches den Bürgern weitere Informationen zum Thema Wespen und Hornissen liefern soll.

Das Faltblatt ist in gedruckter Form bei den Gemeindeverwaltungen und dem Landkreis Friesland erhältlich. Eine digitale Version finden Sie weiter unten auf dieser Seite.

Die Herausgabe wurde finanziell unterstützt durch die Umweltstiftung Weser-Ems.

Das Hornissenjahr

Das Hornissenjahr beginnt Anfang Mai, wenn die  jungen Königinnen des Vorjahres durch die steigenden Temperaturen aus Ihrem Winterschlaf geweckt werden. Nur etwa 10% haben den Winter überlebt. Nachdem die Königin ihren Kreislauf wieder in Schwung gebracht hat, begibt sie sich auf Nahrungssuche. Zwar ist sie dabei nicht besonders wählerisch, benötigt jedoch zwingend eiweißreiche Kost, um ihre Eierstöcke zu aktivieren. Danach macht sie sich auf die Suche nach einem geeigneten Platz für den Nestbau. Da natürliche Baumhöhlen selten geworden sind, fällt die Wahl meist auf einen Vogelnistkasten oder aber Alternativen wie alte Schuppen, Hohlräume hinter Holzverkleidungen, Garagen oder ähnliches. Zu den Problemen später mehr.

Die  ersten 4-5 Wochen stellen die kritische Phase des Hornissenvolkes dar und die junge Königin ist einem enormem Stress ausgesetzt, denn sie übernimmt sowohl den Nestbau als auch das Eierlegen und die Fütterung der Larven. Stößt der Königin zu diesem Zeitpunkt irgendetwas zu, stirbt die gesamte Brut und das Volk geht zugrunde. Sobald die Königin jedoch genügend Arbeiterinnen herangezogen hat (Juni/Juli), ist die kritische Phase überwunden. Die Arbeiterinnen übernehmen nun den Nestbau, die Jagd und die Aufzucht der Larven, die Königin hingegen konzentriert sich einzig und allein auf das Eierlegen.

In den Monaten August bis September erreicht das Hornissenjahr seinen Höhepunkt. Das Volk kann nun bis zu 700 Tiere umfassen und das Nest eine beachtliche Größe erreichen. Der Nahrungsbedarf ist zu diesem Zeitpunkt gewaltig und kann bis zu 500g Eiweiß (in Form von Insekten) betragen. Wer Hornissen im Garten hat, wird daher nie ein Problem mit Wespen an der Kuchentafel haben.

Ab ca. Mitte August beginnt die Königin damit, abwechselnd sowohl befruchtete als auch unbefruchtete Eier zu legen. Daraus schlüpfen junge Königinnen (befruchtete Eier) und Drohnen (unbefruchtete Eier). Kurze Zeit später findet der sogenannte Hochzeitsflug statt, bei dem sich die Königinnen und die Drohnen paaren. Die verpaarten Königinnen suchen sich ein geeignetes Überwinterungsquartier. Die Drohnen haben ihre Aufgabe erfüllt und sterben kurz nach der Paarung.

Im Oktober fordert das anstrenge Jahr auch bei der „alten“ Königin seinen Tribut. Sie verlässt das Nest und stirbt. Auch die noch verbleibenden Arbeiterinnen sterben bis Anfang November. Das Hornissenjahr ist vorüber und beginnt im Mai des nächsten Jahres erneut.

Wie gefährlich sind Hornissen?

Noch immer hält sich der Aberglaube: Drei Stiche einer Hornisse töten einen Menschen, sieben ein Pferd. Zwar besitzen Hornissen, wie alle anderen Wespenarten auch, einen Giftstachel, dieser wird jedoch nur im äußersten Notfall zur Verteidigung eingesetzt. Hornissen verhalten sich sogar ruhiger und berechenbarer als z. B. Honigbienen. Denn: Wer Hornissen nicht stört und insbesondere Erschütterungen des Nestes, ein längeres Verstellen der Flugbahn oder ein Berühren der Tiere vermeidet, wird auch nicht gestochen! Hornissenstiche sind zudem nicht gefährlicher als die Giftinjektionen von Wespen, Hummeln oder Honigbienen. Das Bienengift hat sogar eine um den Faktor 1,7-15 höhere Wirksamkeit als das Gift der Hornisse.

Friedliches Zusammenleben mit einem Hornissen- oder Wespenvolk ist für viele Menschen, möglicherweise aus Unwissenheit, kaum vorstellbar. Noch immer werden Hornissenvölker beseitigt, sobald sie entdeckt werden. Viele von Kind an anerzogene Vorurteile gegenüber Hornissen haben mit dazu beigetragen, dass das größte staatenbildende Insekt Europas bundesweit in die „Rote Liste" der gefährdeten Arten aufgenommen werden musste.

Hornissen sind nach der Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV) besonders geschützt. Wer Hornissen tötet oder deren Nester beseitigt, muss mit hohen Geldstrafen und ggf. einer Freiheitsstrafe rechnen.

Hilfe, ein Hornissen-bzw. Wespennest!

Befindet sich nun ein Nest der Hornisse oder der Deutschen oder der Gemeinen Wespe in unmittelbarer Hausnähe oder an anderen, häufig begangenen Stellen von Hof und Garten, beachten sie folgende Verhaltensregeln:

  • Im Abstand von 2-3 m vom Nest heftige Bewegungen und Bodenerschütterungen vermeiden und in dieser Zone die Flugbahn nicht verstellen.
  • Kleinkinder durch niedrige Absperrungen vom Nestbereich fernhalten.
  • Nicht mit Gegenständen in möglichen Einfluglöchern stochern.
  • Tiere im Nestbereich nicht anatmen.
  • Keinesfalls Insektenbekämpfungsmittel einsetzen.
  • In der Nähe von Häusern und Sitzplätzen evtl. Wespen durch Bretter oder Türen so zu ihrem Einflugloch lenken, dass unliebsame Begegnungen vermieden werden.
  • Bedenken Sie auch: Hornissenvölker sind einjährig. Das "Problem" löst sich daher ab Oktober/November meist von alleine.

Weitere Informationen

Bei Nestern in bedrohlicher Lage sollte zunächst von Fachleuten die Möglichkeit einer Umsiedlung geprüft werden.

Die Beratergruppe des Landkreises Friesland, die sich u.a. aus ehrenamtlich tätigen Imkern zusammensetzt, steht ihnen für die Beratung vor Ort und eine evtl. notwendig werdende Umsiedlung des Nestes zur Verfügung. Beseitigungen werden jedoch nicht durchgeführt. Die entsprechenden Telefonnummern finden Sie in der Infobroschüre des Landkreises Friesland.

Ausserdem ist die Liste der Berater bei der unteren Naturschutzbehörde, bei den Gemeinde- bzw. Stadtverwaltungen, dem RUZ in Schortens, der FTZ Friesland und den Polizeikommissariaten in Jever und Varel erhältlich.

Interessante Informationen zu Hornissen bekommen Sie auch unter www.hornissenschutz.de.

Hornissen vedienen unseren Respekt und benötigen unseren Schutz!

Welche Unterlagen werden benötigt?

Es werden ggf. Unterlagen benötigt. Wenden Sie sich bitte an die zuständige Stelle.

Welche Gebühren fallen an?

Es fallen ggf. Gebühren an. Wenden Sie sich bitte an die zuständige Stelle.

Welche Fristen muss ich beachten?

Es müssen Fristen beachtet werden. Wenden Sie sich bitte an die zuständige Stelle.

Was sollte ich noch wissen?

Die zuständige Stelle ist verantwortlich für den Vollzug aller Maßnahmen und Handlungen auf dem Gebiet des Artenschutzes, somit auch für die Erteilung von artenschutzrechtlichen Ausnahmegenehmigungen und Befreiungen von artenschutzrechtlichen Bestimmungen.

Auskunft, ob eine Art als besonders geschützt bestimmt ist, erteilt das Wissenschaftliche Informationssystem zum Internationalen Artenschutz (WISIA) des Bundesamtes für Naturschutz (BfN):

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